Archiv der Kategorie: Raspberry Pi

Seafile eigene Cloud auf dem RaspberryPi

Seafile logo
Seafile logo

In diesem Artikel möchte ich erläutern wie wir auf dem RaspberryPi Seafile installieren und in Betrieb nehmen werden.

Cloud Lösungen werden für das eigene Heimnetz immer beliebter.
Mit einem RaspberryPi und der kostenfreien Cloud Software Seafile,
können wir eine professionelle Cloud Lösung aufsetzen.

Viele Cloud Dienstleister versuchen immer mehr Nutzer zu gewinnen.
Zwei von drei Unternehmen nutzen laut, Bitkom-Studie Cloud Dienste.
Quelle: https://www.cio.de/a/cloud-nutzung-legt-in-deutschland-stark-zu,3265412 , 15.01.2019
Tendenz steigend.

Unabhängig, ob Unternehmen oder Otto Normalnutzer Cloud Dienste nutzen,
unterliegen die meisten kostenlosen bzw. günstigen Angeboten
oft Beschränkungen. Wie Beschränkungen des Traffics, Geschwindigkeit, Speicherplatz, Verschlüsselungen. Unabhängig davon, möchte man ja ungerne fremde Firmen seine privaten Daten zur Verfügung stellen.

Hier kommt Seafile ins Spiel, eine Cloud Software die wir im folgenden Beitrag auf unserem RaspberryPi aufsetzen . Außerdem, was ganz nett ist gibt es noch Mobile Apps für iOS,Android und Windows.

Seafile

Die Software wurde in Phyton und C entwickelt. Das Unternehmen Seafile Ltd. aus Peking, entwickelt schon seit mehreren Jahren Cloud Lösungen.

RaspberryPi vorbereiten

Für diesen Beitrag verwende ich das schlanke und performante
Raspbian stretch Lite
https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/

Bevor die Pakete zu installieren, updaten wir zuerst unseren RaspberryPi

sudo apt update && sudo apt full-upgrade

Ist das Aktualisieren abgeschlossen installieren wir uns Pyhton Pakete und SQLite.

sudo apt install python2.7 python-setuptools python-simplejson python-imaging sqlite3

Seafile Benutzer anlegen (optional)

Um die Sicherheit zu erhöhen, erstellen wir für den Seafile Dienst ein eigenes Konto. Alle weiteren Konsolen Befehle führen wir in dem neuen Konto aus. Dieser neue Benutzer wird dann noch in die users Gruppe hinzugefügt.

Konto erstellen

sudo adduser seafile --disabled-login
sudo usermod -a -G users seafile
sudo su - seafile

Seafile herunterladen

Die Pakete für Seafile beziehen wir aus einem Github Repository. Beim Verfassen des Artikels war die letzte Version: 6.3.4.
Das Master Repository finden wir auf github:
https://github.com/haiwen/seafile-rpi/commits/master

Ggf. musst du an dieser Stelle die Versionsnummer anpassen, wenn du eine neuere Version nutzen möchtest.
Achtung, bei einem Update via apt update & upgrade. Hier wird die Software nicht mit aktualisiert, da es sich nicht in der Paketquellen des Raspbian Betriebssystem befindet.

Mit wget laden wir uns die Dateien herunter:

wget https://github.com/haiwen/seafile-rpi/releases/download/v6.3.4/seafile-server_6.3.4_stable_pi.tar.gz

Dann müssen wir das Archiv noch entpacken:

tar xzf seafile-server_6.3.4_stable_pi.tar.gz

Sind wir bis hier hin erfolgreich gewesen und haben das Archiv entpackt, können wir es wieder löschen:

rm seafile-server_6.3.4_stable_pi.tar.gz

Wir wechseln nach erfolgreichen entpacken in das Verzeichnis:

cd seafile-server-6.3.4

Paket installieren

Nun installieren wir den Server

./setup-seafile.sh

Nach einer kurzen Information der Installation führen wir mit einem Klick auf Enter fort.
Wir werden nach dem Servernamen gefragt. Hier geben wir den Hostnamen des RaspberryPi´s ein. Weiterhin müssen wir im Anschluss die IP-Adresse angeben, welche wir zum Beispiel im Router finden können. In meinem Fall ist die IP-Adresse: 192.168.178.48

Nun müssen wir noch einen Pfad festlegen, wo worauf wir unsere Daten speichern möchten. Hierzu empfehle ich euch vorher ein externes Medium einzurichten, wie ich es hier schon beschrieben habe:

Pfad der Daten
Pfad der Daten

Zum Testen lass ich es auf die Default Einstellungen.
Ist die Konfiguration abgeschlossen, bekommt ihr nochmal eine Zusammenfassung:

Seafile Installation Zusammenfassung
Installation Zusammenfassung

Ist alles in Ordnung bestätigt dies bitte mit Enter, um die Weboberfläche zu konfigurieren. Hier muss man nur zwei mal mit Enter bestätigen um die Installation von Seafile abzuschließen.

Seafile Installation auf dem RaspberryPi abgeschlossen
Installation auf dem RaspberryPi abgeschlossen

Holen uns ein Kaffee oder Rauchen kurz eine. Nach Abschluss der Installation starten wir den seafile Dienst (seafile) und den Web Backend (seahub). Der Dienst wird zum Beispiel mit dem Port 8000 gestartet:

./seafile.sh start
./seahub.sh start 8000

Nach dem Start sollte es bei euch im Terminal oder zum Beispiel in Putty so aussehen:

Seafile und Seahub erster Start auf dem RaspberryPi
Erster Start auf dem RaspberryPi

Starten wir die Dienste, werden wir aufgefordert, ein Administrator Konto für Seafile zu erstellen

Weboberfläche

Für die Cloud Konfiguration öffnen wir das Backend:
https://raspberrypi:8000 bzw. statt dem Hostnamen die IP-Adresse.
Hier melden wir uns an

seafile login am rasperrypi
Seahub Login

Haben wir uns angemeldet, sehen wir unsere Bibliotheken. Nach der Installation ist bereits eine Beispiel Bibliothek vorhanden:

Seafile Backend
Seahub Backend

Wenn wir oben rechts in der Ecke auf dieses Männchen Icon klicken, können wir zu den System-Administration gelangen.

Seafile Administration
Seahub Administration

Autostart der Cloud und dem Backend

Möchten wir, dass die Software bei jedem Start des RaspberryPi automatisch startet, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.
Option a) Cronjob
Option b) update-rc.d
Option c) rc.local

Für diesen Beitrag habe ich mich für Option a) entschieden.
Dazu erstellen wir zwei neue crontabs mit:

crontab -e

und fügen am Ende der Datei hinzu:

@reboot sudo /home/pi/seafile-server-latest/seafile.sh start
@reboot sleep 20 && sudo /home/pi/seafile-server-latest/seahub.sh start 8000

Speichern dies ab mit STRG+O und beenden den Editor nano mit STRG+X.
Das Sleep ist notwendig, da seafile erst gestartet sein muss bevor seahub gestartet werden kann.

So sollte eure Datei, wenn ihr noch nichts anderes stehen habt so aussehen:

Seahub Bibliotheken

Bibliotheken kann man sich vorstellen, als wenn man Eine Firma XY hat.
Diese in einzelne Abteilung gliedert.So lassen sich für jeden Anwendungsfall oder Projekt ein Verzeichnis bzw. eine Bibliothek erstellen.

Raspberry von aus erreichbar machen

Soll die Cloud von außerhalb erreichbar sein, sollten wir ein DynDNS einrichten. Dies habe ich in einem anderen _Blogeintrag verfasst.

Fazit

Zusammenfassend bietet uns eine vollwertige Cloud Lösung zum Dateiaustausch.
Selbst auf älteren RaspberryPi Modellen läuft Seafile ohne großen Latenzen. Seafile punktet mit einer einfachen Bedienung und stabilität. Für eine private Cloud meiner Meinung nach die erste Wahl.

Möchtet ihr mehr über Seafile erfahren, empfehle ich euch ein Blick in die Dokumentation zu werfen:

https://github.com/haiwen/seafile/wiki

NodeRed auf dem Raspberry Pi

Ein Artikel wie ihr NodeRed auf dem RaspberryPi in betrieb nehmen könnt.

nodered logo
NodeRed auf dem Raspberry Pi installieren

Node-Red das IoT, grafische Entwicklungswerkzeug von IBM bietet uns viele Möglichkeiten nach dem Baukastenprinzip verschiedene Geräte und Systeme zu steuern, verbinden und Daten zu verarbeiten und diese miteinander kommunizieren zu lassen.

Dann wollen wir mal los legen.

Step 1) System aktualisieren

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Step 2) Node-Red auf dem RaspberryPi installieren

Mit folgendem Befehl installieren wir alle nötigen Komponenten (NodeJs und Node-Red) auf unserem RaspberryPi:


bash <(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/node-red/raspbian-deb-package/master/resources/update-nodejs-and-nodered)

Damit die Installation gestartet wird, müsst ihr zwei mal mit Y, bestätigen.

Node-Red Installation auf dem Raspberrypi
Node-Red Installation auf dem Raspberrypi

Die Installation kann bis zu 30 Minuten dauern. Holt euch am besten in der Zeit einen Kaffee oder räumt eure Festplatte ein wenig auf 🙂

Step 3) Node-Red starten

Ist die Installation erfolgreich abgeschlossen, können wir mit dem Befehl: node-red-start starten.

Node-Red auf dem Raspberry starten
Node-Red auf dem Raspberry starten

NodeRed stoppen könnt ihr mit dem Command: node-red-stop

Step 4) NodeRed im Browser aufrufen

NodeRed starten, dies dauert eine Weile. Ist NodeRed dann gestartet können wir unter der Adresse https://RaspberryPiHostname:1880 oder über die IP IP:1880 und dem Port 1880 NodeRed im Browser aufrufen.

Node-Red im Browser auf dem Raspberry
Node-Red im Browser auf dem Raspberry

Nun könnt ihr eigentlich schon mit NodeRed loslegen optional, wenn euer Raspberry von außerhalb zu erreichen ist, empfehle ich euch nun weiter zu lesen, um den Raspberry vor fremden Zugriff zu schützen.

Step 5, optional) NodeRed Konfigurationsdatei: settings.js öffnen

Bevor wir nun weiter machen, so sehr wir uns auch freuen, dass es prinzipiell funktioniert, beenden wir NodeRed erstmal: node-red-stop

Wenn wir uns nun in das Verzeichnis /home/pi/.node-red wechseln und uns die settings.js (sudo nano settings.js) anschauen, sehen wir in Zeile 126,
dass wir ein Password Hash einsetzen müssen, um NodeRed mit einem Benutzernamen und Password absichern zu können. Den Hash erstellen wir nun als nächstes.

Node-Red Settings.js, JSON Array, mit einem Beispiel Objekt
Node-Red Settings.js, JSON Array, mit einem Beispiel Objekt

In der settings,js können wir schon mal die Kommentare entfernen, so dass es wie im Bild aussieht. Das Password wird als Hash verschlüsselt, in der Datei hinterlegt. Um nun diesen Hash erzeugen zu können, benötigen wir NodeRed Admin.

Step 6, optional) Node-Red Admin Tool installieren

Mit dem Befehl:

sudo npm install -g node-red-admin

installieren wir das Tool.

Nach der Installation führen wir das Tool aus:


node-red-admin hash-pw
node-red-admin hash-pw
node-red-admin hash-pw

Nun tragen wir dort unser gewünschtes Passwort ein und erhalten in Kürze ein Hash, welches wir uns zwischenspeichern.

Hier wird unser generierter Hash angezeigt, welchen wir uns zwischenspeichern.
Hier wird unser generierter Hash angezeigt, welchen wir uns zwischenspeichern.

Step 7, optional) JSON Array-Objekt anpassen

Ist der Hash nun in der _Zwischenablage, gehen wir zurück in das Verzeichnis:

cd /home/pi/.node-red

mit

sudo nano settings.js 

öffnen die Konfigurationsdatei. Wir gehen zur Zeile 125 und löschen den alten Hash raus und ersetzen ihn durch unseren. Falls gewünscht, kann man nun noch in Zeile 124 den Benutzernamen ändern. Für diesen Artikel lasse ich ihn nun so.

Damit unsere Änderungen übernommen werden schließen wir die Datei mit STRG+X und STRG+O.

Alternativ kann man die Datei auch lokal auf einem Windows PC ändern und nach dem Anpassen mit zb WinSCP wieder austauschen.

Unser geändertes Array sollte nun so aussehen:

adminAuth: {
type: "credentials",
users: [{
username: "admin",
password: "$2a$08$6No1bpgYMjG/n0skkHQcyeyA6gPgakD8F.N7znmegs4SrckSuPzl2",
permissions: "*"
}]
},

Da es sich hierbei um ein Array handelt, lassen sich natürlich mehrere Benutzer festlegen. Wurden die Änderungen erfolgreich vorgenommen, können wir NodeRed wieder starten:

node-red-start

Ist NodeRed auf dem Raspberry Pi wieder am laufen können wir den Webbrowser aktualisieren und wir werden ab sofort nach einem Benutzernamen und einem Passwort gefragt:

Node-Red Anmeldung auf dem RaspberryPi
Node-Red Anmeldung auf dem RaspberryPi

Wie ihr hier noch weiter nachlesen könnt, könnt ihr Node-Red auch noch weiter absichern wie zb mit HTTPS und OAUTH, dass würde jedoch den Rahmen eines Artikels sprengen, wer dennoch Interesse hat, lohnt es ein Blick auf die Dokumentation zu werfen:
https://nodered.org/docs/security.html

Node-Red Dienst beim Systemstart automatisch starten

Möchten wir, dass Node-Red bei jedem Start vom Raspberry automatisch mit startet, führen wir noch folgenden Befehl aus:

sudo systemctl enable nodered.service

Möchten wir das automatische Starten des Node-Red Services auf dem RaspberryPi wieder deaktivieren, können wir dies mit folgendem Befehl machen:

sudo systemctl disable nodered.service

Alternativ wäre mittels CronJobs ein Autostart zu konfigurieren:

Cronjobs auf dem Raspberry Pi einrichten

Nun könnt ihr euch mit NodeRed austoben!

Happy Noding!

Raspberry Pi HTOP Taskmanaging Prozess Monitoring

Raspberry Pi HTOP

raspberrypi taskmanager htop

raspberrypi taskmanager htop

Um alles im Blick zu haben ist der von nahezu allen Linux Distributionen mitgelieferte,
Taskmanager “top”, nur befriedigend von der Ausgabe der Informationen im folgenden möchte ich euch erklären wie wir auf dem Raspberry Pi HTOP nutzen.
Für den Raspberry Pi gibt es noch H TOP, listet alle Prozesse, sortiert abhängig von der Laufzeit des Prozesses und gibt uns eine Übersicht über die Ressourcen.
Falls uns die Anzeige der laufenden Threads stört, können wir diese mit “H” ausblenden.

Weitere Tastenkürzel, finden wir weiter unten in der letzten Zeile.
Mit “Nice” können wir Prozessen eine Priorität zuweisen.
Markieren wir ein Task und drücken F9, wird der Prozess beendet.

In Spalte Command finden wir den kompletten Prozesspfad inkl. der Parameter mit denen das Programm gestartet wurde.
Naturlich finden wir oberhalb von h top auch die RAM- und CPU-Auslastung.

Mit F2 kommen wir in den Einstellungen von h top, wo wir die Möglichkeit haben, weitere Elemente zur oberen
Ansicht hinzuzufügen.
sudo apt-get install htop

Eine alternative zu H TOP bietet euch ATOP.
Diese Alternative, sammelt die Daten und speichert diese ab, sodass ihr eine Analyse machen könnt.

Die Dokumentation von Htop und Atop könnt ihr hier lesen:

Manual zu h top Manual zu atoptop. Hier werden die einzelnen Parameter und die Anwendung bis ins kleinste Detail beschrieben.

Keyboardlayout

Raspberry Pi Sprach- und Tastaturlayout richtig konfigurieren

Keyboardlayout, Sprach- und Tastaturlayout richtig konfigurieren

Die Internalisation Options in der raspi-config für das Keyboardlayout sind nicht zu unterschätzen.

Die Einstellungen haben Auswirkung auf die installierten Programmen, dass Startmenü, Währungseinstellungen, Tastaturbelegung (Umlaute) und zu guter letzt die Uhrzeiteinstellungen.
Aber wie muss es nun eingestellt werden?

In der raspi-config, die wir mit sudo raspi-config aufrufen, wählen wir die

Internalisation Options aus und gehen in das Menü Change Locale.
Hier wählen wir de_DE.UTF-8 aus.

Für die richtige Uhrzeit, Change Timezone wählen wir Europe und Berlin.

Nun gilt es noch die Tastaturbelegung richtig zu konfigurieren.
Im Menüpunkt Change Keyboard Layout sollte Generic 105-key (intl) PC,
für die meisten die richtige Option sein.

Im Anschluss daran sollten wir noch ein Update und Upgrade ausführen um
ggf. fehlende Sprachpakete nachzuladen:

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Nun machen wir noch einen Neustart:

sudo reboot

Schon sind wir fertig mit den Internalisation Options.

VNC auf dem Raspberry Pi

VNC auf dem Raspberry Pi

TightVNC auf dem Raspberry Pi
TightVNC auf dem Raspberry Pi

Raspberry Pi: Zugriff aus der Ferne

Mit der VNC Software lassen sich von einem Computer andere Rechner im Netzwerk
steuern. Es wird kein weiterer Bildschirm benötigt. Dies eignet sich hervorragend, wenn man an dem Raspberry Pi ohne Maus, Tastatur und Bildschirm arbeiten möchte.

Step 1) Statische IP Adresse einrichten
Wie eine statische IP Adresse eingerichtet wird, habe ich für eine WLAN und
Kabelgebundene Netzwerk Konfiguration bereits hier beschrieben (WLAN / KABEL).


Step 2) System aktualisieren

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Step 3) TightVNC installieren

sudo apt-get install tightvncserver



Step 4) TightVNC starten und konfigurieren

Mit dem Befehl “tightvncserver”, starten wir den Dienst,

beim ersten Start, können wir ein Passwort festlegen und weitere Instruktionen
durchtippen. Ein wichtiger Punkt ist noch die “ViewOnly“, Frage, welche wir mit
n” bestätigen.

Step 5) Startskript erstellen
Damit der Dienst auch noch nach einem Neustart, startet,
müssen wir noch kleinere Einstellungen vornehmen.
Dazu schreiben wir ein kleines Startskript.

sudo nano /etc/init.d/tightvncserver

#!/bin/sh
#/etc/init.d/tightvncserver
#Legt eine Zeile unter, den User fest, welcher VNC nutzen soll.
VNCUSER=’pi’
case “$1” in
dtsrt)
su $VNCUSER -c ‘/usr/bin/tightvncserver:1’
echo “TightVNC-Dienste werden gestartet fuer $VNCUSER”
;;
stop)
pkill Xtightvnc
echo “TightVNC Server beendet”
;;
*)
echo “Usage: /etc/init.d/tightvncserver
{start|stop}”
exit 1
;;
esac
exit 0

Dieses Skript speichern wir und beenden den nano-Editor.

Step 6) Berechtigungen setzen
Damit das Skript auch zur Ausführung berechtigt ist,
geben wir ihm noch die entsprechenden Rechte und
tragen es zum Autostart hinzu:

sudo chmod 755 /etc/init.d/tightvncserver
sudo update-rc.d tightvncserver defaults
sudo reboot

Geben wir nun die vorher statische IP Adresse des
Raspberry Pis in dem TightVNC-Client ein,
können wir ohne Tastatur, Maus und Monitor
unseren RaspberryPi aus der Ferne steuern.

Den TightVNC Client könnt ihr euch auf dieser Seite kostenlos herunterladen:
https://www.tightvnc.com/download.phpautostart
https://jankarres.de/2012/08/raspberry-pi-vnc-server-installieren/

Root Raspberry Pi Dauerhaft Root sein

Raspberry Pi Dauerhaft Root sein

Möchte man nicht immer und immer wieder während der Arbeit mit dem Raspberry Pi, dass “sudo” vorneweg vor Befehlen schreiben, da man eine Reihe an Befehlen ausführen möchte die root-Rechte erfordern können wir uns dauerhaft zum Root machen mit:

sudo -s

Natürlich sollte man dies mit einer gewissen Vorsicht nutzen, zum Beispiel, wenn man vor hat eine Reihe an Befehlen, welche Root Rechte erfordern zu verwenden. Zum Beispiel ist es ratsam mit:

sudo -s username

wieder den Benutzer zu wechseln, wenn man mit den Befehlen, welche Root Rechte erfordern fertig ist.

Raspberry Pi unterstützte Emulatoren

Raspberry Pi unterstützte Emulatoren

In diesem Beitrag möchte ich euch eine Liste der Raspberry Pi unterstützte Emulatoren die wir auf dem Raspberry Pi emulieren können. (In Anbetracht, dass man damit sehr einfach
einen Retro Pi basteln können). Hier eine kleine Übersicht:

  • Amiga (UAE4All)
  • Apple II (Basilisk II)
  • Arcade (PiFBA, Mame4All-RPi)
  • Playstation 1 (RetroArch)
  • NeoGeo (Genesis-GX, (Retro Arch)
  • PC Engine / TurboGrafx16 (Retro Arch)
  • N64 (Mupen64-RPi)
  • Sega Master / Genesis (DGEN, Picodrive)
  • Nintendo Enterainment System, NES (RetroArch)
  • Z Machine emulator (Frotz)
  • Scumm VM
  • PC/x86 (rpix86)
  • SNES Super Nintendo (Retro Arch, PiSNES, SNES-Rpi)
  • Sinclair ZX Spectrum (Fuse)
  • CaveStory (NXEngine)
  • NeoGeo /GnGeo)
  • Doom (Retro Arch)
  • MAME (AdvMAME)
  • MAME (Retro Arch)
  • Duke Nukem 3D
  • Intellivision (Retro Arch)
  • Final Burn Alpha (Retro Arch)
  • Game Gear (Osmose)
  • Game Boy Advance (gpSP)
  • Game Boy Color (Retro Arch)
  • C64 (VICE)
  • Atari 2600 (Retro Arch)
  • Atari 800
  • Atari ST/STE/TT/Falcon

Möchtet ihr noch mehr Informationen zum Retro Pi und die Emulation von den o.g.
Systemen könnt ihr auf den englischen Blog vorbeischauen:
petrockblock

RaspberryPi shell

RaspberryPi shell

Raspberry Pi Einblick in die Shell

 

RaspberryPi shell ein kurzer Einblick

Viele Unix Anwender, Administratoren wissen die Shell auf Grund ihrer Leistungsfähigkeit zu schätzen.Mit ihr lässt sie das komplette System des Raspberry Pis konfigurieren, verwalten und steuern.

In diesem Artikel einen kleine Einblick in die raspberrypi shell und nützliche Kniffe erläutern.
In diesem Artikel gehe ich weniger auf die Erläuterung einzelner Befehle ein, sondern mehr um die effiziente und richtige Bedienung der raspberrypi shell sowie, dass Handling mit Dateien und Verzeichnissen.

 

Nutzt man einen Befehl in der raspberrypi shell und möchte diesen in abgeänderter Form ein weiteres mal nutzen, kann man einfach mit den Pfeiltasten, Oben und unten die letzten Befehle aufsuchen und wieder oder (in abgeänderter) Form wieder nutzen.

Möchte man in seinem Bash-Verlauf etwas durchsuchen kann man STRG+R drücken und man erhält die Möglichkeit, Buchstaben einzugeben, um nach einem Befehlssatz zu suchen.

Bash-History

Alle Bash-Befehle die ihr in der raspberrypi shell ausführt werden in einer Datei gespeichert.
Diese könnt ihr hier öffnen:

nano ~/.bash_history

oder ganze einfach mit dem Befehl:history

Die Zauberkiste “SuggestBox”

Als Konsolenanwender / Administrator solltet ihr euch das Tool “Suggest Box”, für die raspberrypi shell nicht entgehen lassen.
Wenn ihr einmal mit der SuggestBox vertraut geworden seit, möchtet ihr sie nie mehr missen,
bei mir gehört auf dem Raspberry Pi die SuggestBox bereits zur Standard Ausrüstung.
Da diese leider nicht “Out-of-the-box” mitgeliefert wird, müssen wir diese nachinstallieren:

sudo apt-get install libncurses5-dev libreadline-dev
sudo wget https://github.com/dvorka/hstr/releases/download/1.10/hh-1.10-src.tgz

 

sudo tar xf hh-1.10-src.tgz
cd hstr/
./configure && make && sudo make install

So nun haben wir die SuggestBox installiert.
Das Tool rufen wir mit “hh” auf.
Dort sehen wir nun nach Häufigkeit sortiert.

Möchte man die Sortierung ändern, können wir mit STRG+UMSCHALT+7.

Mit der ENTF-Taste können wir Befehle aus der Liste löschen.

Mit STRG-F, fügen wir ein Befehle als Favorit hinzu.

Ein Spaziergang durch Verzeichnisse
Öffnet ihr die Shell landet ihr in euer “Home”-Verzeichnis.
Um nun zu erfahren, was für Unterverzeichnis und Dateien in dem Verzeichnis sind,

geben wir den Befehl ls (List Directory) ein.

Möchten wir dies etwas genauer auflisten lassen nehmen wir den Parameter -l (List), also:

ls -l

Verzeichnis  wechseln

Möchten wir nun das Verzeichnis wechseln geben wir
cd Verzeichnisname, zb.: cd Desktop ein.
Ein Punkt symbolisiert, das aktuelle Verzeichnis,

cd ./Verzeichnis

Möchte man eine Verzeichnisebene höher, müssen wir zwei Punkte schreiben: cd ..
Das heißt, wenn wir uns im Verzeichnis /home/pi/Desktop/,
befinden und eine Ebene Höher möchten (in das /home/pi/), führen wir den Befehl cd .. aus.

Auf den meisten Linux Distributionen ist die  Tilde (~), bezeichnend für das Home-Verzeichnis.
Damit kommen wir egal in welchem Verzeichnis wir uns befinden direkt in das Home-Verzeichnis,

des angmeldeten Benutzers (cd ~).

Aktuelles Verzeichnis ausgeben lassen

Ist man im System und den Verzeichnis- sowie Dateistrukturen schwer am arbeiten
und weiß plötzlich nicht mehr wo man sich überhaupt befindet, kann man mit dem Befehl:

pwd, was für (print working directory), dass aktuelle Verzeichnis sich ausgeben lassen.

Verzeichnis erstellen

Möchte man ein Verzeichnis erstellen, können wir dies mit mkdir Verzeichnisname (mkdir = make directory).

mkdir NeuesVerzeichnis

Es ist auch möglich Verzeichnisse rekursiv zu erstellen, dazu hängen wir am mkdir
Befehl den Parameter “-p” an.

Beispiel: mkdir -p NeuesVerzeichnis/NocheinVerzeichnis.

Dateien und Verzeichnisse kopieren

Hat man vor eine Datei oder ein Verzeichnis kopieren, kann man dies mit dem Befehle

cp ausführen.Der Befehl hat folgende Syntax cp Source Target

Dabei ist es nicht zwingend notwendig, wenn man in dem Verzeichnis in dem
man sich befindet kopieren möchte diesen als Quelle anzugeben.

Beispiel: cp /home/pi/test /home/pi/test

Dateien und Verzeichnis verschieben

Ähnlich wie beim Kopieren (cp), funktioniert das Verschieben.

Verschieben, funktioniert mit dem Befehl: mv

mv Source Target

Beispiel: mv /home/pi/Desktop/test /home/pi/test

Löschen von Dateien und Verzeichnisse

Soll eine Datei gelöscht werden, bedienen wir uns dem rm-Befehl (remove)

Beispiel: rm /home/pi/Desktop/Trash.doc

Soll stattdessen ein Verzeichnis gelöscht werden, nehmen wir den rmdir-Befehl (remove directory)

Beispiel: rmdir /home/pi/Desktop/ZulöschendesVerzeichnis

Kurze Überschicht der vorgestellten Befehle:

Befehl  Beschreibung
ls Inhalts des Ordners ausgeben
cd Verzeichnis wechseln
pwd Aktuelles Verzeichnis anzeigen
mkdir Ordner erstellen
cp Datei oder Verzeichnis kopieren
mv Datei oder Ordner verschieben
rm Datei oder Ordner löschen
rmdir Verzeichnis löschen

Fazit

Die Shell ist ein sehr mächtiges Werkzeug,
welches eigentlich für jeden Anwender früher oder später unverzichtbar ist.
Dies sollte als kleinen Einblick in die Shell genügen.
Allen Nutzern kann ich aber die “SuggestBox”, wärmstens ans Herz legen.
Mit Sicherheit gibt es noch einige interessanteThemen,
auf diese noch weitere Artikel folgen.

 

Ausblick

Die Shell ist und bleibt für Administratoren ein beliebtes Werkzeug.
Im zweiten Teil möchte ich näher auf folgendes eingehen:

tail, sed, cd, mkdir, dd und chmod

Raspberry Pi GParted Partitionierung

Raspberry Pi GParted Partitionierung

GParted

Partitionen verwalten, erstellen, ändern und löschen mit

Klassische Partitionierungen lassen sich theoretisch mit FDisk ausführen,
auf der Kommandozeile, komfortabler gehts aber mit G-Parted.
Mitkannst du auch weit aus mehr machen, als nur Partitionen zu erstellen
oder zu löschen.
Es stehen weitere Funktionen bereit, wie das Verschieben einer Partition
oder die Partitionsgröße zu verkleinern oder zu vergößern.

Installation über die Shell:

sudo apt-get install gparted

Für die Ausführung der Partionsänderungen, greift auf Konsolenprogramme,
wie E2fs-progs zurück.

Die Änderungen werden nicht sofort übernommen, sonder in eine Liste geschrieben
und nach und nach abgearbeitet, dass heißt für den Anwender,
es können erst alle Änderungen vorgenommen werden, bevor die meisten, etwas
längeren Änderungen ausgeführt werden.
Sind alle Änderungen erstellt, kann man die Änderungsoperation starten,
in einem Ereignisprotokoll, können wir prüfen, ob auch alles geklappt hat.

Raspberry Pi Theme ändern

Raspberry Pi Theme ändern

Theme ändern auf dem Raspbian OS

Was man evtl. mit Sicherheit ändern möchte (ich nutze ein aktuelles Raspbian – Wheezy),
wenn man mit der grafischen Oberfläche arbeitet ist das Hintergrundbild.
Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf dem Desktop und wählt
“Desktop-Einstellungen”.Ihr könnt auch das Theme ändern indem ihr im Terminal
folgenden Befehl ausgeführt: obconf
Weitere Themes lassen sich mit dem Befehl installieren:

sudo apt-get install openbox-themes